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Die Firma IFK beschäftigt sich seit nunmehr fast 20 Jahren mit der Spezialpflügetechnik und war immer Vorreiter bei der Ausdehnung der Anwendungsbereiche oder der Einführung neuer Techniken. So können wir heute z.B. Rohre mit einem Durchmesser von 315 mm bzw. sogar bis zu 500 mm im Pflügeverfahren bis zu 2,20 m Tiefe ablegen.
Im elektrischen Bereich haben wir z.B. drei Mittelspannungssysteme mit 500 mm² Leiterquerschnitt mit einem lichten Systemabstand von 300 mm in einem Arbeitsgang in eine Tiefe bis zu 2,20 m verlegt.

Parallel dazu haben wir uns mit der Überwachung und Dokumentation der an den Verlegeelementen auftretenden Zugkräfte sowie der Überwachung und Dokumentation der Lage und Tiefe der verlegten Elemente beschäftigt.
Die gewonnenen Erfahrungen lassen nunmehr die Anwendung der Pflügetechnik für die besonders anspruchsvolle Verlegung von Hochspannungssystemen zu.

Das Pflügeverfahren erfüllt dabei zumindest die Anforderungskriterien der offenen Bauweise wie z.B. ständige Überwachung der Zugkräfte, exakte Ablage der Kabel in der verlangten Form (Dreiecksablage oder nebeneinander), Überwachung und Dokumentation der Lage und der Tiefenlage, Einbringung von Bettungssand oder thermisch stabilem Bettungsmaterial im geforderten Umfang, zusätzliche Einbringung von Begleitkabeln, LWL-Leerrohren, Trassen­warnbändern, Begleiterdern etc.
Das Verfahren kann bei Bodenklassen von 2 bis 5 und bedingt sogar bei Bodenklasse 6 für Verlegetiefen bis max. 2,20 m auch bei anspruchsvollen Geländeformen angewandt werden.

 

Anwendungsbereiche
Das Verfahren kann für alle gewünschten Kabelquerschnitte eingesetzt werden. Im Allgemeinen werden dabei die Vorgaben der Kabelhersteller hinsichtlich der zulässigen Zugkräfte, Kabeldurchmesser und Krümmungshalbmesser, Verlegetemperaturen etc. zu beachten und in einem speziellen Werkzeug umzusetzen sein.
Die Kabel können in abstandsloser Dreiecksform, in Dreiecksform mit lichtem Abstand (Bettungsmaterial obligatorisch), seitlich nebeneinander mit gewünschtem Abstand etc. verlegt werden. Selbstverständlich ist auch das Einpflügen von Rohrzügen in der geforderten Anordnung möglich.
Bei Doppel- oder Mehrfachsystemen ist je System eine eigene Pflügung sinnvoll. Der gewünschte Abstand zum bereits verlegten System wird genau eingehalten und mit ent­sprechender Dokumentation überwacht.
Bei Trassen mit notwendigen Rohrzügen kann das Verfahren auch zwischen zwei Rohr­strecken ohne Anordnung von zusätzlichen Muffen angewandt werden.
Auch das Einpflügen von Leerrohren z.B. in Dreiecksanordnung oder seitlich nebeneinander ist unter überwachten und dokumentierten Bedingungen möglich.

Überwachung der Verlegetiefe

Bei nicht überwachten Einpflügungen kann es z.B. durch Hindernisse im Boden zu nicht entdeckten Mindertiefen kommen. Durch Aufnahme der Trassentopographie können wir die vorgeschriebenen Verlegetiefen einhalten und überwachen bzw. dokumentieren. Mindertiefen werden natürlich ebenfalls erfasst und müssen mit den Methoden der offenen Bauweise beseitigt werden, z.B. beim Antreffen von Fels, Findlingen, etc.
Die Steuerung der Tiefenlage erfolgt durch den Pflugfahrer aufgrund visueller Angaben über die Abweichung der Tiefenlage vom Sollwert und/oder durch entsprechende Steuerbefehle vom mobilen Leitstand aus.

Überwachung der Kabelzugkräfte/Rohrzugkräfte
Bei nicht überwachten Einpflügungen kann es durch Störungen bei der Kabel-Rohrzufuhr zu unzu­lässigen Zugbeanspruchungen mit verdeckten oder offenen Schäden an den Kabeln/Rohren kommen. Es werden daher die auftreten­den Zugkräfte bei jedem Kabel einzeln überwacht und in eine Sicherheitsabschaltung einge­bunden. Die Messwerte werden gespeichert und sind auch beim Pflugführerstand und in einem mobilen Leitstand ersichtlich. Eine Abschaltung ist in vierfacher Weise vorgesehen:
-     automatische Sicherheitsabschaltung
-     Abschaltung durch den Pflugführer
-     Abschaltung durch die Pflugbegleitung und Kabelaufsicht
-     Abschaltung aus dem mobilen Leitstand.
      Im mobilen Leitstand werden alle Daten zusammengeführt.

Verfahrensbeschreibung tachymetrische Steuerung Verlegepflug für Rohrleitungen

Erforderliche Grundlagen:

  1. Digitale Grundlagen der Trasse:

Lageplan in DXF oder DWG in Originalkoordinaten
Höhenplan in DXF oder DWG – alternativ Trassendaten im KA050 oder DA060 und Höhenprofil in KA021

  1. Festpunktnetz entlang der Trasse in Lage und Höhe ca. Punktabstand 200 Meter (Achsabsteckung nicht notwendig!)

 

Falls keine ausreichenden Planunterlagen vorhanden sind kann die bauseits abgesteckte Achse aufgenommen werden und ein optimiertes Höhenprofil konstruiert werden (quasi – Planung vor Ort!)

Beschreibung:

Nach Programmierung der Trasse in Lage und Höhe und Stationierung der Vermessungsgeräte über die vorhandenen Festpunkte wird die Position des Pflugschwertes kontinuierlich bestimmt und mit der Sollachse verglichen. Die Anzeige der Differenzen erfolgt am Führerstand.

Ein routinierter Pflugfahrer kann Differenzen ≤ 1 cm einhalten.

Dokumentation:

Von der Pflugverlegung werden in definierbaren Abständen die Koordinaten der verlegten Leitung in Lage und Höhe abgespeichert und können in diversen Formaten ausgespielt werden.
Des weiteren wird von der Displayanzeige ein Mitschnitt abgespielt, der den kontinuierlichen Pflugvorgang dokumentiert.

Bisher tachymetrisch gesteuert verlegte Leitungen:

  • Lechtal // 110 kV // 6700m
  • Nursch // da225 // 3400m
  • Schwechat // da160 // 220m
  • Diex IFK // da200 // 680m
  • Leitersdorf // da180 // 1300m
  • Hartberg //- da200 // 3300m
  • Wald IFK // 110kV // 4300m
  • Wallersdorf // da323 (Stahlrohr) // 7800m
  • A5/Y-Trasse // bis da280 // 14500m
  • Mattsee // da160 // 5000m
  • Schwandorf // da280 // 3500m
  • uvm bis da315
  •             
    Gesamt:             250000   m
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